In einer agent-first-Betriebsstruktur übernehmen künstliche Intelligenz-Systeme die Prozessführung, während Menschen Ziele festlegen, Regelbeschränkungen definieren und Ausnahmen bearbeiten. Scott Rodgers, globaler Chefarchitekt und US-CTO der Deloitte Microsoft Technology Practice, sieht eine Verschiebung des Betriebsmodells zu Menschen als Gouverneuren und Agenten als Operatoren als notwendig an. Die agent-first-Anforderung bedeutet, dass AI-Agenten, die von generativer künstlicher Intelligenz angetrieben werden, in den nächsten zwei Jahren die Organisationen grundlegend verändern und Ergebnisse erzielen, die über traditionelle Automatisierung hinausgehen können. Diese Initiativen haben das Potenzial, signifikante Leistungsgewinne zu produzieren, während Menschen auf höhere Wertarbeit verschoben werden. AI entwickelt sich so schnell, dass statische Ansätze zur Aufgabenautomation nur marginalen Gewinn erzielen werden. Daher benötigen AI-Agenten maschinenlesbare Prozessdefinitionen, explizite Regelbeschränkungen und strukturierte Datenflüsse, wie Rodgers angibt. Zusätzlich kompliziert sich die Situation dadurch, dass viele Unternehmen die volle ökonomische Antriebskraft ihrer Geschäftstätigkeit nicht verstehen, wie Kosten pro Service und pro Transaktion. Daraus resultiert, dass sie Schwierigkeiten haben, Agenten zu priorisieren, die den meisten Wert schaffen können, und stattdessen auf prächtige Pilotprojekte fokussieren. Um strukturelle Veränderungen zu erreichen, sollten die Führungskräfte anders denken. Unternehmen müssen stattdessen schneller als Konkurrenten Ergebnisse orchestrieren. ‚Die echte Risiko ist nicht, dass AI nicht funktioniert – es ist, dass Konkurrenten ihr Betriebsmodell während Ihrer Agent- und Copilot-Pilotphasen umbauen‘, sagt Rodgers. ‚Nichtlineare Gewinne erzielen sich, wenn Unternehmen agent-zentrierte Workflows mit menschlicher Governance und adaptiver Orchestrierung schaffen.‘ Routine und wiederholende Aufgaben werden zunehmend automatisch bearbeitet, was Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, auf höhere Wertarbeit, kreative und strategische Arbeiten zu konzentrieren. Dieser Schicht verfeinert die operative Effizienz, fördert stärkere Zusammenarbeit und beschleunigt Entscheidungen – was Unternehmen dabei hilft, den Arbeitsplatz modernisieren zu können, ohne auf Unternehmenssicherheit zu verzichten.
Quelle: technologyreview.com